ARTunique - Presse / Zeitungsartikel

Vorwort : ARTunique und die "sogenannten Journalisten"!

Jeder der sich mal die Mühe macht und die hier zusammengetragenen Zeitungsartikel der Jahre 1996 bis 2013 mal genau durchliest, wird aus dem Dauerschmunzeln und Hospitalismus-ähnlichem Kopfschütteln so schnell nicht wieder herauskommen. Da reihen sich blumige Halbwahrheiten, maßlose Übertreibungen und hier und da sogar ein Fünkchen Wahrheit bunt aneinander. Denn viele Pressefritzen und besonders -fritzInnen lassen ihrer wahnwitzigen Fantasie vielfach freien Lauf, welches zu Teils mächtig komödiantischen Artikeln führt, welche der unbedarfte Leser als „Tatsachen“ glauben soll.

So wundert es nicht, das ARTunique in dem einen Artikel mal als "die beste Gruppe ihrer Zunft" betitelt wird und in einem anderen Bericht, einer unser Auftraggeber mit den Worten "zitiert" wird: "Das Geld hätten wir lieber in Technik investiert!" - und das, obwohl er genau das Gegenteil gesagt hat!

Mal sind wir für die Lokalpresse welche, die das Licht der Öffentlichkeit scheuen - mal die absoluten Vorzeigesprayer. Mal brauchen wir 350 Lackdosen für eine 12m² große Kompaktstation - mal 170 „Büchsen“ für ein 400m² großes Umspannwerk. Mal verdienen wir angeblich viele tausend Euro an einem einzigen Bild - mal ist unsere professionelle Arbeit es bloß ein Hobby!

In so manchem Zeitungsartikeln ist dann verwunderlicher Weise von "Sprayflaschen", "Verunstaltungen", dem "Kick des Verbotenen", einer "Sprayer GmbH" und immer wieder gerne von einem, uns bis heute völlig unbekannten "Ehrenkodex innerhalb der Sprayerszene" die Rede.

Interessant ist auch, für wie unglaublich wichtig die PressemenschInnen speziell unsere Herkunft bzw. den aktuellen Wohnort halten - denn fast in keinem Artikel darf diese Information fehlen. Doch auch hier werden die beweisbaren Tatsachen mal in die eine, mal genau in die genau entgegengesetzte Richtung verdreht - scheinbar ganz nach freiem Belieben des jeweils federführenden „sogenannten Journalisten“. Mal bin ich der gebürtige Rostocker, der zur Zeit in Hannover lebt - mal der Hannoveraner der in Rostock lebt. In einem Fall werde ich sogar zum Kölner der bloß in Rostock arbeitet – und weiß bis heute nicht wie man auf sowas kommen kann. 

Besonderes ärgerlich werden wir, wenn hetzerische Schreiberlinge mit „gut/böse“-Brille auf meinen, sie müssten uns ARTunique-lern als die "Helden" und alle nachtaktiven Sprüher als "Schmierfinken" oder schlimmeres bezeichnen. Diese Form von Unsachlichkeit und Propaganda geht echt gar nicht! Denn wir werden in keinem unserer Interviews müde (auch ungefragt) zu betonen, das wir großen Respekt vor den meisten Sprayern und Streetart-Künstlern haben und egal in welche Region wir kommen, uns immer an den örtlichen Bildern erfreuen und gezielt danach Ausschau halten.

Doch auch wenn wir nicht ganz ohne etwas Stolz sagen können, noch niemals einen Artikel in der "Bild" gehabt zu haben, so treibt uns der teils ebenso reißerische Schundjournalismus anderer Blätter in schöner Regelmäßigkeit, die Wutröte ins Gesicht. Diese nährt unsere stetig wachsende Abneigung gegen „die Medien“ und hat im laufe der vergangenen Jahre dazu geführt, das wir wirklich nur noch sehr widerwillig Interviews geben, wo immer es möglich ist, sie sogar ganz ablehnen.

Aber, und auch das kommt vor, gibt es dann und wann eben auch gute und gewissenhaft recherchierte Artikel und solche lassen unsere Hoffnung auf durchweg sachliche, informative Artikel nicht aussterben. Diese werden geschrieben von Journalisten, die ihren Job verstehen und die nicht auf der allgemeinen hetzerischen Welle mitschwimmen wollen. Dieser Minderheit ihres Berufsstandes gilt unser ungeteilter Dank und ein aufmunterndes : Weiter so!

Fazit : es geht nicht ohne Presse - aber so selten wie möglich mit der Presse!

Und an alle Zeitungs-Leser : wer den "Fakten" die uns die Zeitungen Tag täglich als Wahrheit verkaufen wollen, uneingeschränkt Glauben schenkt, ist naiv und selber schuld!

In diesem Sinne!

...lange nicht alle – aber zumindest ein paar Zeitungsartikel über ARTunique und unterstützte Projekte aus den letzten 18 Jahren!

...viel Freude beim Lesen!

 

Ostsee-Zeitung 2013

Bunte Bilder am Trafohäuschen

Über die Hälfte der Rostocker Stromkästen ziert Sprayer-Kunst.

Selbstbewusst schaut die junge Frau alle Vorübergehenden an. "Hier muss ich noch etwas arbeiten", sagt Christian Hölzer (41), nimmt eine der unzähligen Sprühdosen und verfeinert sein Werk. Was er bearbeitet? Der Fassadengestalter besprayt ein Trafohäuschen in der Rostocker Innenstadt. Legal und bezahlt. Im Auftrag der Rostocker Stadtwerke.

"Ende der 90er Jahre haben wir uns dazu entschlossen, damit nicht alles nachts mit irgendwelchen Sprüchen vollgesprüht wird", sagt Pressesprecher Thomas Schneider. In Rostock, Kühlungsborn, Graal-Müritz und Bad Doberan machten sich daraufhin Fassadengestalter ans Werk. Auch in Stralsund und Greifswald griffen die Energieversorger zu diesem Mittel. "Inzwischen sieht ein Großteil der Trafostationen und Stromkästen schön bunt und gepflegt aus", betont Schneider. Einmal bemalt sei die Chance entschieden kleiner dass sich andere Graffitisprayer darauf verewigen. "Viele lassen das aus Respekt lieber sein." Ziel der Rostocker Stadtwerke ist es, dass irgendwann alle Stationen und Kästen gestaltet sind.

Seitdem Christian Hölzer 1999 den ersten Auftrag der Stadtwerke bekam, hat der Rostocker Künstler und Fußball-Fan rund 4000 Fassaden von Trafo-, Gas- und Wärmestationen oder Stromkästen in Mecklenburg-Vorpommern besprayt. Die Motive sind häufig maritim und haben meistens etwas mit Strom zu tun. "Bevor ich mich entscheide, wie ich die Fassade gestalte, schaue ich mir die Umgebung genau an", sagt der gelernt Tischler. Was passt farblich? Wer wohnt in der Gegend? Was verbindet man mit dem Ort? All dies berücksichtigt der 41-Jährige, bevor er loslegt. Seine Kunstwerke fallen auf - das beweisen die neugierigen Blicke der Spaziergänger. Manch einen, der stehen bleibt, fotografiert Hölzer - um ihn später irgendwo mit der Spraydose zu verewigen. "Die meisten Gesichter auf meinen Werken sind Menschen aus der Region."

Wie die meisten Sprayer hat Christian Hölzer seine ersten Graffiti (aus dem Griechischen "graphein" - schreiben) als Jugendlicher gesprayt. Das waren meist Schriftzüge oder Symbole. In den 90ern machte er das Sprayen zum Beruf: Aus kleinen Graffitis wurden großflächige Fassadengestaltungen. Inzwischen hat er im Sommer mehr Aufträge, als er bearbeiten kann. Neben den Stadtwerken gehört auch die Rostocker Straßenbahn AG zu den Auftraggebern. Wenn er mal aus der Region ´raus will, sprayt er auch in Portugal, Spanien oder Bulgarien.

Über zu wenig Arbeit kann sich auch #!?=$%§""xyz aus Wismar nicht beklagen. Neben den hiesigen Stadtwerken nimmt der gelernte Drucker auch Aufträge von der Telekom oder von den Verkehrsbetrieben ab. Ähnlich wie Hölzer begann auch #!?=$%§""xyz Ende der 90er mit dem Gestalten von Fassaden. Seit 2002 ist er freischaffender Künstler. "Rund 1000 Dosen versprühe ich im Jahr", rechnet der Wismarer vor. 300 Farbtöne hat er immer parat, damit die Fassaden schön bunt werden. Welche Motive er für die Trafostationen wählt? "Da lässt mir die Stadt freie Hand", sagt Hölzer. Wenn er für die Stadtwerke arbeite, baue er oft ihr Maskottchen, den "Superwilly", ein. Für einen kleinen Stromkasten braucht der Sprayer etwa 6 Stunden, für ein großes Trafohäuschen drei Tage. Im Jahr gestaltet er rund zehn dieser Häuschen.

Und wenn irgendwann alle Stromkästen und Trafohäuschen bunt sind, gilt es für Hölzer, #!?=$%§""xyz und ihre Kollegen noch genug andere Fassaden zu gestalten.

 

Mirower Zeitung - 20. Juli 2013

Mirower Jugendklub greift zur Sprühdose

"ArtUnique" begeistert Kinder mit Graffitikunst

Am 9. bis 12. Juli fand im Jugendklub ein Graffiti-Workshop mit dem Fassadenkünstler Christian Hölzer statt. Zwölf Jugendliche konnten ihr Talent mit der Sprühdose unter Beweis stellen und erarbeiteten sich in den vier Tagen die benötigten Fähigkeiten und das Graffiti-Grundwissen um selbst ihre Vorstellungen zu verwirklichen - natürlich nur auf Leinwand.

Denn das Projekt diente nicht nur der Feriengestaltung der Kinder und Jugendlichen, sondern auch der Kriminal- und Suchtvorbeugung.

Christian Hölzer, Gründer der Firma Art Unique, zeigte mögliche Konsequenzen des illegalen Graffitisprühens auf und lenkte das Augenmerk der Teilnehmer auf den künstlerischen Aspekt und auf die richtige Verwendung von verschiedenen Graffititechniken.

"Hoffentlich können wir nächstes Jahr wieder so einen Workshop machen.", meint Teilnehmer Elias Pape.  die anderen Jugendlichen waren von den Möglichkeiten, die das Werkzeug Sprühdose bietet, begeistert. Die Erwartungen des Jugendklubleiters Bernhard Lange wurden jedenfalls übertroffen: "Echt Genial, was der Christian aus den Kids an Engagement und Kreativität herausholt. Schon 2006 hatten wir die Möglichkeit, ein solches Projekt durchführen zu können."

Demnächst werden die entstandenen Werke durch verschiedene Ausstellungsräume gehen. So wird man die Bilder zum Beispiel im Unteren Schloss Mirow, dem Geburtshaus von Königin Charlotte, und in anderen Einrichtungen, wie dem Familienzentrum Mirow e.V., finden.

Durch eine Förderung des Landjugenverbandes Mecklenburg-Vorpmmern e.V. und eine Zuwendung der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz konnte dieses kostenintensive Projekt verwirklicht werden.

Das Engagement des Familienzentrums, unseren Kindern die Ferien erlebnisreich zu gestalten, ist toll und die Vielfalt auf Seite 3 zu bewundern!

 

Pasewalker Zeitung - 20.Juli 2013

Sie sprühen 150 Sprayflaschen leer, und sie dürfen das sogar

Graffitis sind verhasst bei Hauseigentümern. Kein Wunder, denn was in der Region so an die Hauswände gesprüht wird, ist alles andere als Kunst, sondern meistens billige Schmierereien. Junge Strasburger durften sich jetzt an einer Hauswand austoben. was dabei entstand, ist alles andere als primitiv.

STRASBURG. Christian Hölzer kennt die Vorurteile. "Nee, wir lernen hier keine künftigen illegalen Sprayer an", sagt er. Mit seiner Frau Binia ist der Rostocker für ein paar Tage nach Strasburg gekommen. Beide arbeiten in der Firma Artunique, die Flächen mit Graffiti gestaltet - Trafohäuschen, Gebäude von Stadtwerken, Giebel von Häusern. Schon 2012 waren die beiden in der Uckermarkstadt, absolvierten hier einen Anfängerkurs. Nun gibt es den für Fortgeschrittene. Neun Jugendliche haben sich dafür im Jugendhaus der AWO angemeldet. "In jedem noch so kleinen Dorf gibt es heute Graffiti. Diese Subkultur gehört zur Jugend. Das ist Realität", sagt Hölzer. Zwei bis drei Mal jährlich gestalten die Mitarbeiter von Artunique einen solchen Workshop. Der jetzige in Strasburg wird durch die Max Schmeling Stiftung Hamburg finanziert, die auch die Kosten für die 150 Spraydosen übernimmt. "Das ist uns im Sinn der Jugendarbeit und aus sozialen Gründen wichtig. Wir versuchen, die Jugendlichen in die richtigen Bahnen zu lenken", erklärt der Graffiti-Künstler. Wichtig sei daher auch der theoretische Teil, bei dem über Folgen von illegalem Sprayen aufgeklärt wird.

Froh sind die Betreuer und die Jugendlichen, dass sie sich am ganzen Giebel des AWO-Jugendhauses "austoben" können. Mit hellen Farben wird der Stadtname auf dem Bild hinterlegt. Hinzu kommen Figuren wie Basketball-Star Dirk Nowitzki und - natürlich - Box-Legende Max Schmeling. Figuren, Logos und Schriftzüge haben sich die Jugendlichen

ausgedacht. "Wer hier acht, neun Stunden dabei war, geht abends nicht mehr los und sprüht illegal", ist Hölzer überzeugt. Den Jugendlichen, alle ausgestattet mit schützenden Mundmasken, hat die Arbeit an dem großen Giebel-Bild Spaß gemacht. "Da kann man richtig kreativ sein", meint der 17-jährige Paul.

Bilddegende:
Neun Jugendliche haben in dieser Woche die Giebelwand des Strasburger AWO-Jugendhauses gestaltet. Ganz legal!

 

unimedialog - Ausgabe 05/2013

Kinderlachen dank Graffiti

An den Wänden der Kinder- und Jugendklinik wuselt es: von Teddybären, die wie die kleinen menschlichen Patienten im Krankenwagen kommen, geröntgt oder operiert werden. Doch es geht dabei kunterbunt zu, von Angst keine Spur. Auf anderen Bildern "entern" Kinder aus aller Welt ein Schiff, spielen im Wasser und haben sichtlich Spaß. "Seit vorigem Jahr hängen nun insgesamt acht Bilder im Eingangsbereich und auf den Fluren", erklärt Birgit Steinig, die das aus Spendenmitteln vom Verein und Förderung krebskranker Kinder Rostock e.V. finanzierte Projekt begleitete. Die Künstler sind in Rostock keine Unbekannten: Christian Hölzer und seine Mitarbeiter von ARTUNIQUE.de haben im Stadtbild auch anderswo fröhliche Spuren hinterlassen - deutschlandweit inzwischen 5000 Bilder. Die Graffiti-Künstler sind Staunen gewöhnt: Nein, es werden keine Schablonen verwendet. Ja, es sind alles freihändige Unikate, nur aus der Dose nach vorher angefertigten Skizzen gesprüht. Die Themen und Skizzen wurden in der Kinderklinik vorher besprochen und abgestimmt. Das fröhliche Ergebnis spricht für sich.

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Nehmen die Angst und zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Kinder: die phantasievollen Graffiti von artunique.de

 

Mateco-Kundenmagazin - Winter 2012

Bilder wirken echt
Häuserwände als überdimensionale Leinwand

Artunique bedeutet "einzigartige Kunst". Genau das ist es, was Spray-Künstler Christian Hölzer aus Hannover mit seiner Firma macht. In Mecklenburg-Vorpommern verschönert er Häuserfassaden wie beispielsweise Wohnblocks (Foto). Hölzer nutzt für das Projekt die Teleskop-Arbeitsbühne T 160 K D 4x4 mit bis zu 16m Arbeitshöhe. Zuerst fertigt er eine Skizze des Motivs auf der Hauswand an, beim Ausmalen steht ihm sein Spray-Team zur Seite. Den Blick fürs Ganze behält Hölzer souverän. Fassaden sind eine überdimensional große Leinwand. Die Bilder sollen aus der Ferne wirken, beim Sprayen ist der Abstand jedoch nicht viel größer als bei einem Bilderrahmen. Silvia Kuhn, mateco-Disponentin aus Großbeeren bei Berlin, ist fasziniert von Artuniques Kunst: "Die Bilder sind so plastisch, wirken echt". Entstanden ist das Ganze aus einem guten Zweck: Artunique ist die kommerzielle Weiterentwicklung eines anerkannt gemeinnützigen Graffiti-Vereins.

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Künstler Christian Hölzer verzaubert Fassaden.

 

NNN - 2012

WC-Anlage am Seeblick erstrahlt in neuem GlanzGraal-Müritzer Gemeindeverwaltung engagiert: Graffiti-Künstler, um illegalen Sprayereien vorzubeugen.

GRAAL-MÜRITZ. Fünf Tage lang haben Christian Hölzer und seine Frau Binia an der Toilettenanlage am Graal-Müritzer Seeblick gestanden. Dort gingen sie ihrem natürlichen Bedürfnis nach - und zwar der Kunst. Denn beide sind Graffiti-Sprayer, verdienen mit legalen Aufträgen ihr Geld. Viele Fassaden in Rostock und im Landkreis tragen bereits die künstlerische Handschrift von Christian Hölzer und seinen Kollegen von "Artunique".

Nun wurde er von der Gemeinde Graal-Müritz gebucht. Bürgermeister Frank Giese (parteilos) will mit der legalen Gestaltung der Klohäuschen illegalen Graffiti-Sprayern entgegentreten. "Damit können wir ein Zeichen setzen - und die Häuschen so vielleicht sogar zu einem weiteren Markenzeichen der Gemeinde werden", sagt der Bürgermeister. Die Wahl der ersten zu verschönernden Toilettenanlage fiel allen Beteiligten leicht. "Denn das Haus am Seeblick steht sehr im Blickpunkt. Leider durch die Schmierereien oft auch negativ", sagt Giese.

"Der Ehrenkodex, auf den viele Auftraggeber bauen und der angeblich besagt, dass sich nach legalen Arbeiten keine illegalen Sprayer mehr dort verewigen, den gibt es nicht", stellt Hölzer klar. Wohl aber gebe es in der Sprayerszene Respekt vor guter, künstlerischer Arbeit mit hoher technischer Qualität. Und dazu würden auch so manche illegale Arbeiten gehören - auch wenn das nicht jeder Laie so versteht, sagt Hölzer.

Bei der Arbeit in Graal-Müritz ist das Ehepaar viel mit Passanten ins Gespräch gekommen. "Eine Frau hat uns erzählt, dass sie morgens im Halbdunkeln mit dem Mann von der Fassade gesprochen hätte, weil er so täuschend echt aussieht", so der Künstler, der sich über solche Begegnungen freut. Die Fassadengestaltung des Toilettenhäuschens sei eigens für Graal-Müritz konzipiert. "Wir fahren nach der Auftragsannahme immer vor Ort und schauen uns um, fotografieren die Farben der Umgebung. Parallel dazu beginnt im Kopf schon der kreative Teil, das Skizzieren", sagt Hölzer. Er bringt auch einen Teil von sich selbst mit ein. Als Fan des FC Hansa ist sein Verein, wenn möglich, mit im Bild integriert.

"Das Geld für die Gestaltung ist gut investiert - ich habe bisher nur positive Resonanz bekommen", sagt Dr. Bernd Kunze. Der Geschäftsführer der Tourismus- und Kur GmbH hat selbst beobachtet, "Wie Menschen gezielt auf das Haus zu und drumherum laufen, um sich die Bilder anzuschauen". Auch anfassen würden manche das Kunstwerk, um zu prüfen, ob es sich um echte Gegenstände oder Menschen handele. Die Motive hatten sich die Ausschussmitglieder ausgesucht. Mit der Umsetzung ist nicht nur Kunze hoch zufrieden. Deshalb sollen auch alle weiteren Toilettenhäuschen nach und nach so künstlerisch gestaltet werden wie die Anlage am Seeblick.

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Gibt der Fassade vom Toilettenhaus am Seeblick den letzten Schliff: Graffiti-Künstler Christian Hölzer von "Artunique".

 

OZ - 2012

2700 Farbdosen für Kunstwerk unter den Schienen
Die Graffiti-Gruppe Artunique hat eine kleine Attraktion für Warnemünde geschaffen.
Der Gang durch den Fußgängertunnel am S-Bahnhof "Werft" wird zum Erlebnis.

Warnemünde - Das Ostseebad hat eine neue Attraktion - so kann man durchaus den Fußgängertunnel am Verkehrsknoten "Nordkreuz" bezeichnen. Fünf Wochen lang hat hier die Graffiti-Künstlergruppe "Artunique" ein gigantisches Gemälde geschaffen.Im Auftrag der Deutschen Bahn Netz-AG und der Hansestadt Rostock haben die Künstler den Tunnel bunt und freundlich gestaltet. "Der Tunnel ist sechs Meter breit, aber hat dennoch eingeengt gewirkt" sagt Heike Schröder vom Tief- und Hafenbauamt der Hansestadt. So habe das Bauwerk eine optische Aufwertung erfahren. "Es ist das größte Graffiti-Kunstwerk in der gesamten Region", fügt Michael Schroeder, Technischer Vorstand der Rostocker Straßenbahn-AG, hinzu.

Kopf der Künstlergruppe ist der 40-jährige Rostocker Christian Hölzer. Er habe noch nie so viele positive Reaktionen auf ein Projekt erhalten. "Normalerweise rufen die Leute am Anfang erst mal die Polizei", erzählt er lachend. Doch in Warnemünde seien die Passanten von Anfang an sehr aufgeschlossen gewesen. Viele hätten gefragt, ob sie auch verewigt werden könnten. So zeigt das Kunstwerk, auf dem Werft- und Hafenarbeiter, Fischer, Urlauber und Schaffner sowie viele Kinder zu sehen sind - auch echte Warnemünder und Urlauber.

"Eine Oma hat uns ihre Enkelkinder gebracht, die nun ebenfalls auf der Wand verewigt sind", erzählt Hölzer. Eine andere ältere Dame habe Erdbeeren und Bauarbeiter ein paar Flaschen Bier vorbeigebracht. Alle seien gespannt gewesen, wie das Bild wohl am Ende aussehen werde.

Die Grundfarben sind Hellblau und Gelb, schemenhaft sind Bauwerke der Hansestadt abgebildet. Darauf sind in bunten Farben fotorealistische Alltagssituationen abgebildet. Natürlich hat Hansa-Fan Hölzer auch das Ostseestadion mit eingebaut. Insgesamt 2700 Spraydosen haben er und seine Kollegen versprüht.

Damit das Werk möglichst lange erhalten bleibt, ist es mit einer speziellen Schutzschicht überzogen. Hölzer ist aber zuversichtlich, dass sich kein anderer Sprayer an der Kunst vergreift.

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Echte Warnemünder standen Modell für das Kunstwerk der Gruppe "Artunique" um Christian Hölzer (40) im Fußgängertunnel am S-Bahnhof Warnemünder-Werft.

 

OZ Rügen - 2011

Schrankenwärter im Einsatz

Baabe - Eine optische Täuschung hat der Fotograf dieser Tage in Baabe erlebt. Der Rasende Roland rauscht qualmend und pfeifend durch das Ostseebad und der Schrankenwärter fegt am Bahnübergang vor der Tür des Häuschens mit einem Reisigbesen den frisch gefallenen Schnee weg ...

 

Ostsee-Zeitung - 2011

Riesen-Wandbild aus der Dose
An der Warnowbrücke entsteht eines der größten Landschaftsbilder in MV.
Rund 400 Spraydosen werden dafür benötigt.

Schwaan - "Das ist so toll, was hier entsteht. Da kann Schwaan stolz drauf sein", ruft eine Spaziergängerin den Sprühern hinüber. Christian Hölzer von der Rostocker Firma Artunique bedankt sich höflich und winkt ihr. "Das geht die ganze Zeit schon so", sagt er.

"Seitdem zu erkennen ist, was wir auf diese Hauswand malen, sind die Menschen im Ort davon begeistert." Er habe den Eindruck: "Freundlich grüßt das Wandbild, und die Leute grüßen zurück."

Was auf der etwa 80 Quadratmeter großen Gebäudewand direkt an der Warnowbrücke entsteht, ist eine riesige optische Täuschung. Es sieht so aus, als würden mehrere Bewohner des Hauses ein überdimensioniertes Gemälde per Flaschenzug in die Höhe ziehen. Die Figuren werfen Schatten und wirken so echt, dass der Betrachter den Eindruck bekommt, reale Personen würden gerade in den Fenstern zu sehen sein - doch die Hauswand hat gar keine Fenster. Das Gesamtkunstwerk hat eine Tiefe, dass man frühestens auf den zweiten Blick sieht, dass es nur gemalt ist.

"Wir arbeiten hier zu dritt und sprühen ohne Schablonen, Projektoren oder sonstige Hilfsmittel", erklärt Christian Hölzer und beziffert die Anzahl der benötigten Dosen auf diese Hauswand auf mindestens 400 Stück. Wer sich die Details genauer anschaut, kann sogar Symbole des FC Hansa Rostock entdecken. "Die arbeiten wir bei jedem unserer Bilder ein", sagt der  38-Jährige. Ein Markenzeichen seiner Firma, die europaweit schon knapp 3000 Aufträge erledigt hat.

Die Idee zu der ungewöhnlichen Fassadengestaltung kommt von Heiko Brunner, Leiter der Kunstmühle Schwaan. "Wir wollen damit die Geschichte des Ortes auf ungewöhnliche Weise lebendig werden lassen und erlebbar machen", begründet er die Aktion. Und die Stelle sei dafür optimal, denn direkt daneben fließt der Durchgangsverkehr vorbei. Bis die Behörden ihr Einverständnis gegeben hatten, verging rund ein Jahr. "Wichtig war es, den Haus-Charakter zu erhalten. Aus 14 Vorschlägen haben wir deshalb dieses Motiv gewählt", so Brunner.

Das sechs Meter breite und vier Meter lange Gemälde, das die aufgesprühten Personen scheinbar in die Höhe ziehen, zählt zu den größten Landschaftsbildern in MV. Das Motiv ist eine stark vergrößerte, aber detailgetreue Kopie eines Kunstwerkes des Schwaaner Malers Franz Bunke (1857 - 1939).Es zeigt eine Sicht auf die Stadt, die verdeutlicht, wie harmonisch der Ort in die mecklenburgische Natur eingebettet ist. Als Dank für die Ehrenbürgerschaft hat Bunke es der Stadt im Jahr 1928 geschenkt. "Alle Menschen im Ort kennen das Bild und mögen es", so Brunner. "So können wir das alte Schwaan in die heutige Zeit transferieren und auch auf die Kunstmühle und die Geschichte der Künstlerkolonie aufmerksam machen", erzählt der 55-Jährige.

Je nach Wetterlage soll die neue Fassade in den kommenden Tagen fertiggestellt sein. Bis dahin werden der Sprayer Christian Hölzer und seine beiden Kollegen sicherlich noch häufiger von den Schwaanern ermuntert und gelobt.

 

Kunst in Schwaan - damals und heute
Die Künstlerkolonie Schwaan
wurde vor etwa 120 Jahren von Franz Bunke und weiteren einheimischen Malern wie Rudolf Bartels und Peter-Paul Draewing gegründet. Auf Bunke wird der Durchbruch der Freiluftmalerei in Mecklenburg zurückgeführt. Der Kunstpfad und die Gemäldeschau in der Wassermühle erinnern an die Kolonie.

Die Rostocker Firma Artunique wurde im Mai 2002 von Christian Hölzer gegründet. 44 Sprayer, jeder mit einem anderen künstlerischen Fachgebiet, arbeitet heute projektweise für das Unternehmen. Das Gestalten von Fassaden und Leinwänden zählt zu den Schwerpunkten der Arbeit.

www.artunique.de

Bildlegenden:
1.: "Jeder kennt das Bild und mag es." Heiko Brunner, Schwaan
2.: Christian Hölzer wird in den kommenden Tagen das Fassadenbild fertig sprühen. Noch fehlt der Flaschenzug.

 

NNN - 06. August 2011

Stadtwerke lassen ihre Fassaden künstlerisch gestalten

WARNEMÜNDE. Motive aus Warnemünde und Rostock sowie Akteure, die verschiedene, für die Hansestadt typische Sportarten ausüben und die seitens der Stadtwerke eine Förderung erfahren, schmücken seit dieser Woche die große, bisher unscheinbare Fläche am Umspannwerk an der Stadtautobahn zwischen Warnemünde und Lichtenhagen.

"Ein richtiger Hingucker", lobt Volker Rattey. Wie der Geschäftsführer der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft berichtet, sind seit dem Jahre 2000 die Fassaden von den rund 240 kleinen und größeren Gebäuden des Unternehmens zu Kunstobjekten gestaltet worden. Das ist teilweise in Abstimmung mit den Anwohnern geschehen, die die künstlerische Fassadengestaltung in den meisten Fällen als ein Stück verbesserte

Lebensqualität betrachten. Rund 90 Prozent dieser Auftragsarbeiten werden von der Graffiti-Szene respektiert und nicht beschädigt. Das bedeutet für die Stadtwerke wiederum weniger Kosten für die Sanierung, sodass das Unternehmen auch Sponsorenleistungen erfüllen kann. Zufrieden mit der Arbeit seines Teams, zu dem insgesamt 44 Künstler gehören, ist Artunique-Chef Christian Hölzer. "Kein Motiv gibt es doppelt. Jede Fassade ist ein Unikat", sagt der Rostocker, dessen Crew zurzeit die Fassade der Kunstmühle in Schwaan gestaltet.

Bildlegende:
Das Ergebnis stellt Christain Hölzer, Chef der Firma Artunique, seinem Auftraggeber, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft, Volker Rattey, vor.

 

Hunday-Magazin - 2011 - Seite 34

Was bleibt_Mobile Momente mit Hyundai

Christian Hölzer (40), Hannover, Graffiti-Künstler von artunique, Hyundai H-1: "Mal haben wir acht Mann an Bord, mal hunderte Graffiti-Flaschen oder ganze Baugerüste. Bei einem Auftrag mussten wir im Auto übernachten. Danach wussten wir, dass der Hyundai H-1 auch zum Schlafen ganz gut geeignet ist. Nur auf die Graffiti-Flaschen im Bett hätte ich verzichten können."

 

Ostsee-Anzeiger - 10. August 2011

Landschaftsbild!

Schwaan - Derzeit entsteht nach einer Vorlage vom Begründer der Schwaaner Künstlerkolonie, Franz Bunke, das wohl größte Landschaftsbild in Mecklenburg. Auf einer Fläche von ca. 4x6 Metern lassen drei Künstlern das Werk auf einer Hausfassade mit Spraydosen entstehen.

Die Arbeiten werden noch, je nach Wetterlage, bis etwa Donnerstag andauern.

Nach einer einjährigen Vorbereitungszeit haben die zuständigen Behörden grünes Licht für diese Projekt gegeben.Das dargestellte Bild ist ein Geschenk von Franz Bunke im Jahre 1928 an die Stadt Schwaan, und somit das erste Gemälde, das die heutige Sammlung zur Schwaaner Künstlerkolonie begründet hat.

Bildlegenden:
1.: So sah die Fassade bisher aus.
2.: Der Entwurf fürs riesige Projekt.
3.: Blick auf die ersten Arbeiten, die am Donnerstag abgeschlossen sein sollen.

 

Bützower Zeitung - Schweriner Volkszeitung - 04. August 2011 - Seite 15

Eine besondere Herausforderung
Rostocker Grafiti-Künstler gestalten Giebelwand der Volks-und Raiffeisenbank an der Warnowbrücke auf mehr als 70 Quadratmetern

SCHWAAN. Die Hubbrücke ist verschwunden. Dafür gibt es beim Brückenfest in zwei Wochen einen neuen Hingucker für die Einheimischen und Festgäste. Gestern begannen Mitarbeiter der Rostocker Firma Artunique mit der künstlerischen Gestaltung des Hausgiebels der Volks- und Raiffeisenbank. Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit wird die Idee von Schwaans Museums-Leiter Heiko Brunner umgesetzt. "Es freut mich und uns natürlich, dass das jetzt noch vor dem Brückenfest realisiert werden kann."

Die Männer von Artunique setzten bei ihrer Arbeit an der rund 70 Quadratmeter großen Fläche in den kommenden Tagen vor allem Sprühdosen ein. "Sie geben uns die Möglichkeit, unsere Aufgabe schnell und in der geforderten Qualität zu erledigen", so Christian Hölzer von der ausführenden Firma. Die Mitarbeiter selbst haben die Ideen für das Kunstwerk der besonderen Art geliefert.

"Es waren Belange des Denkmalschutzes zu beachten", sagt Museumsleiter Heiko Brunner. Er wollte zunächst Studenten aus Rostock mit der Ideenfindung beauftragen. Nun waren die Rostocker Graffiti-Künstler am Zuge. Es gab 13 verschiedene Motive. Jedes einzelne hatte die Geschichte von Schwaan, die Atmosphäre und das Flair der Warnowstadt auf ganz eigene Art und Weise eingefangen. Am Ende gab es die Entscheidung für das Motiv, das nun seit gestern Stück für Stück Formen annimmt.

Der, der dafür sorgt, der Rostocker Christian Hölzer, ist kein Unbekannter in der Szene. Seit 1999 haben er und sein Team schon mehrere hundert Bilder erstellt. Ob in Rostock, Pasewalk oder in Bulgarien, Spanien, Belgien, Dänemark oder Portugal - überall dort wisse man die Arbeit zu schätzen, erzählt Hölzer. Nun ist man für die nächsten Tage in Schwaan. "Man könnte denken, so eine Wand ist Alltag für uns. Das stimmt nicht. Jedes Bild ist eine neue Herausforderung, so auch dieses hier in Schwaan. Das Besondere an dieser Wand ist, dass sie so schön groß ist. Das macht richtig Spaß", sagte Christian Hölzer, der die Zusammenarbeit mit dem Schwaaner Organisatoren bei der Planung dieses Projektes lobt.

Sieben Sponsoren finanzieren das Projekt, das mehr als 7000 Euro kosten wird. "Als Dankeschön haben wir uns auch etwas ganz besonderes einfallen lassen. So werden die Förderer des Bildes in selbiges integriert und stellen einen Wegweiser dar. Jeder darf gespannt sein. Das Bild lädt zum Verweilen, zum Schauen und zum Entdecken ein. Es ist pfiffig und eben etwas anderes", freute sich Heiko Brunner über einen neuen Schwaaner Anziehungspunkt.

Bildlegende:
Grafiti-Künstler Christian Hölzer in Aktion: Gestern begannen er und die Mitarbeiter seiner Firma mit den Arbeiten. Es gibt viele kleine Details zu bestaunen. In nur wenigen Tagen soll das große Bild fertig sein.

 

Pasewalker Zeitung - 24. September 2011 - Seite 15

Jetzt kommt Farbe in die Marktstraße

Pasewalk. Seit gestern hat die Pasewalker Marktstraße einen neuen Farbtupfer. Auf das Fundament des alten Rathauses wurde eine moderne Trafostation gesetzt. Das Besondere daran: die tollen gesprayten Bilder. Sie stammen von ART-unique aus Hannover. Begonnen wurde die Arbeit bereits während des Festes zum 20.Geburtstag der Pasewalker Stadtwerke. Dort konnten die Besucher zuschauen, wie die Bilder auf der Trafostation Gestalt annahmen.

So können sich jetzt die Passanten Vorstellungen darüber machen, wie einst das alte Rathaus, der Pasewalker Markt und die Marktstraße ausgesehen haben.

"Die alte Station, die sich auf dem Wohnhof in der Straße befindet, wird abgerissen", informiert Jan Israel, Netzmeister Strom der Stadtwerke. Die Einbindung der Trafostation in das Netz wird von der Pasewalker Firma Kolodzik Anlagenbau als Dienstleister realisiert.

Bildlegende:
Seit gestern hat die Marktstraße einen besonderen Hingucker, eine neue Trafostation, mit Bildern des alten Rathauses, wie früher der Markt und die Marktstraße aussahen.

 

Anzeigen Kurier - 04. August 2011 - Seite 6

Sanierung abgeschlossen, Kinder glücklich, Außenbereich endlich bunt und einladend
Rostocker Graffiti-Künstler verzieren Penkuner Schulwand

Penkun. Eine Wandbemalung gab es im Außenbereich an der kleinen Grundschule in Penkun noch nie. Umso stärker freuen sich nun Schüler und Lehrer über den bunt verzierten Eingangsbereich. Christian Hölzer von der ARTunique Rostock hat im Auftrag der Schulleitung für dieses Kunstwerk gesorgt. "Diesen Auftrag betrachten wir als ein Projekt mit dem wir der rührigen Schule mit ihren 103 Schülern und 6 Lehrkräften zu Seite stehen wollen", sagt Christian Hölzer.

Die Kunstschmiede ARTunique besteht schon seit 1998 und beschäftigt derzeit 44 Mitarbeiter. "Wir sind keine gelernten Sprayer, sondern Studenten, Handwerker aus vielen Gewerken, Facharbeiter, aber auch Ungelernte, die sich mit viel Liebe und Spaß an der Sache hingeben", sagt Christian Hölzer. Nach eigenen Angaben haben er und seine kreativen Freunde einen riesigen Ideenreichtum und vor allem sehr viel Humor. Die Künstler arbeiten nicht mir dem Pinsel, sondern mit der Spraydose aus freier Hand. Vorlagen und Schablonen brauche sie ebenfalls nicht.

Der Speziallack - dreihundert Farbtöne werden verwendet - hat eine Haltbarkeitsdauer von gut fünfzehn Jahren. Die vielfältigen Motive, von der Landschaft über urige Portraits bis hin zu den Tieren, haben also eine lange Haltbarkeitsdauer", lässt der Sprayer wissen.

"Wir sind in ganz Deutschland unterwegs, von der Insel Rügen bis nach Bayern und sogar über die Bundesgrenzen hinaus bekannt und einsatzbereit", sagt Christian Hölzer. Alleine in Mecklenburg-Vorpommern haben die Künstler bisher über dreitausend Innen- und Außenwände in Restaurants und Kinderzimmern, Bushaltestellen, Transformatorenhäuschen, Garagen und Balkonen verziert. "Jede Wand aus Stein ist uns Recht. Denn sie bietet Freiräume für eine künstlerische Gestaltung, die nicht nur dem Auge was zu sagen hat", so Christian Hölzer.

Bildlegenden:
1.: Die Schüler Laura, Sophie, Felix und Florian sind mit dem Entstehen des Bildes im Eingangsbereich ihrer einstigen Schule sehr zufrieden.
2.: Der Eingangsbereich ist nun bunt und einladend.

 

Pasewalker Zeitung - 15. Juli 2011 - Seite 13

Zum Träumen und Denken

Penkun. Ein wenig verträumt bläst ein Mädchen durch einen Pustering Seifenblasen in die Luft. Dort passiert das Wunder: In einer der Blasen schwebt plötzlich das Eingangstor der Frühdeutschen Siedlung, in einer zweiten das Schloss. Eine dritte Blase enthält die Penkuner Kirche. Dieses Wunder zaubert derzeit Christian Hölzer an die Wand des Eingangsbereiches der Grundschule Penkun. Hölzer, Chef der Künstlervereinigung ARTUNIQUE, verwirklicht in Penkun ein weiteres Projekt, das im Zusammenhang mit der Idee des Landkreises und der Hochschule Neubrandenburg "Haus des Lernens" in der Uecker-Randow-Region steht. Nach und nach sollen im Landkreis neue Lernmethoden entwickelt und etabliert werden. Das in Penkun entstehende Wandbild reiht sich da ein. Kindgerecht, so sagt Hölzer, lebe in dem Bild Stadtgeschichte auf. Zugleich könnten dort auch Erwachsene mit dem Auge auf Entdeckungsreise gehen. Hölzer verwendet Spezialfarben, die per Sprühdose aufgetragen werden. Die Farben sind UV-beständig und lassen in ihrer Farbintensität erst nach 15 Jahren nach. Das Bild ist eines der jährliche drei bis vier Sozialprojekte von ARTUNIQUE.

Bildlegende:
Christian Hölzer, Mitglied der von Rostock bis München agierenden Künstlergruppe ARTUNIQUE, hat zusammen mit der Grundschule Penkun das Wandbild entworfen und setzt nun die Idee um.

 

NNN - 2011

HANSAVIERTEL

Kranken Kindern ein Lächeln entlocken - das will Christian Hölzer von Artunique. Der Künstler hat für die Rostocker Universitätskinderklinik ein buntes Graffiti angefertigt. Zwei mal vier Meter misst das "Feuerwehrbild", das gestern an die kinderchirurgische Station übergeben wurde. "Wir haben alles kinderfest gemacht. So kann es auch jeder anfassen, ohne das irgendetwas kaputt geht", erklärt Hölzer.

Knapp 100 Arbeitsstunden hat er in die Anfertigung des Wandbildes investiert.

Das Klinikum dankt es ihm. "Vor einem halben Jahr haben wir unser Spielzimmer eingeweiht. Allerdings fehlte uns noch ein großes Bild, das die Station optisch verschönern sollte", sagt Dr. Gerhard Stuhldreier, Leiter der kinderchirurgischen Abteilung. Mit Hilfe des Vereins zur Förderung krebskranker Kinder und der Rostocker Bevölkerung konnte genug Geld aufgetrieben werden, um das neue Kunstwerk zu finanzieren. "Wir wollen Freude schenken. Die Verwirklichung solcher Projekte fordert echte Teamarbeit. Hier haben Experten der Kunst den Experten der Medizin geholfen", so der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus-Dieter Frankenstein. "Wir sind auf die Spendenbereitschaft der Menschen angewiesen. Nur so können solche Projekte wie die Erstellung des Wandbildes umgesetzt werden. Und nur so könne wir Erkrankten und Familien weiterhin Unterstützung anbieten", fügt er hinzu.

Bildlegende:
"Feuerwehrbild": Künstler Christian Hölzer hat drei Skizzen entworfen. Die Klinik hat sich für die lebendigste entschieden.

 

20. Februar 2010 – Ostseezeitung OZ

Kinderklinik bekommt Kunst mit Weitblick

Hansaviertel. Vier großformatige bunte Wandbilder schmücken seit gestern die Wände im Foyer der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik in der Ernst-Heydemann-Straße. Zu einem weiten Blick aufs Meer lud der polnische Maler Marek Konarski die stellvertretende Direktorin der Uni-Klinik, Professor Marianne Wigger, ein. Auch zwei weitere Bilder mit fantasievollen Unterwasser-Welten stammen von ihm. Das vierte Bild schuf Graffitsprayer Christian Hölzer.

Es zeigt ein Boot mit internationaler Besatzung, symbolisch für Patienten unterschiedlichster Herkunft. Es sind die ersten Arbeiten, die die beiden Künstler der Gruppe "Artunique" in Rostock ausstellen. Für künftige künstlerische Projekte in der Kinderklinik, unter anderem für die chirurgische Station, gibt es erste Ideen.

"Den Künstlern sind wirklich entzückende Werke gelungen: wie große Bilderbücher, die man aufschlägt und immer neue Geschichten entdeckt", schwärmt Wigger. "Da können sich die kleinen Patienten immer wieder auf die Suche begeben."

 

22.02.2010 – aus der NNN

Mit Graffiti die kindliche Neugier wecken

Hansaviertel. Die Kinder- und Jugendklinik wird bunt und schrill. Vier Wandbilder der Künstlervereinigung "Artunique"zieren das Foyer der Klinik. Eines der Bilder im Format fünf mal zwei Meter sprühte der Rostocker Künstler Christian Hölzer mit der Spraydose. "Viele Details sind erst während des Malens entstanden", sagt der 38-jährige im Gespräch mit Prof. Mariann Wigger und Dr. Erdmute Drückler. Die Kinder sollen immer etwas Neues entdecken.

 

19.02.2010 – von Mvregio.de

Phantasievoll und voller Details - Künstler übergeben Bild an Uni-Kinderklinik Rostock.

Sie sind groß, bunt und richtige Hingucker: Vier großformatige Wandbilder schmücken die Wände der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik in Rostock. Am 19. Februar wurde das letzte im Beisein der Schöpfer von der Gruppe "Artunique" im Foyer der Klinik angebracht.

"Die Bilder stecke voller Details, die man nach und nach entdecken kann", sagt Christian Hölzer von der Gruppe "Artunique", denen Graffiti-Sprayer, Maler und Bildhauer angehören. "Man kann lange davor stehen und sieht immer neue Sachen", so der ehemalige Rostocker. Der Graffiti-Sprayer Hölzer erschuf eines der vier Bilder: Dargestellt ist ein Boot mit internationaler Besatzung, die dafür steht, dass am Klinikum Patienten unterschiedlichster Herkunft gleichermaßen behandelt werden. Die anderen drei Werke in der Haupthalle stammen von dem jungen polnischen Maler Marek Konarski.

Konarski, 1966 geboren, verarbeitet häufig Fotos zu experimentellen malerischen Werken. Für die Kinderklinik erschuf er phantasievolle Unterwasser-Welten.

"Den Künstlern sind wirklich entzückende Werke gelungen: wie große Bilderbücher, die man aufschlägt und immer neue Geschichten entdeckt", schwärmt Professor Dr. Marianne Wigger, Stellvertretende Direktorin der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik. Die jungen Künstler hätten die sensiblen Wünsche der Ärzte der Klinik berücksichtigt und sich perfekt auf die Ebene der Kinder eingestellt und Bilder geschaffen, die nicht nur sehenswert sind, sondern auch Phantasie und Kreativität anregen. "Da können sich die kleinen Patienten immer wieder auf die Suche begeben."

Die Gruppe "Artunique" hat in der Region bereits einen guten Namen. "Es gibt allein in und um Rostock ungefähr 300 Bilder von uns", so Christian Hölzer. Große Unternehmen wie die Stadtwerke beauftragen zum Beispiel die Verschönerung von Trafo-Häuschen. Die Künstler haben sich besonders auf optische Täuschungen spezialisiert, von denen auch die Bilder in der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik leben.

 

10.12.2009 - Pasewalker Zeitung

Kunstwerk  begrüßt Grundschüler
Die Kleine Grundschule Mewegen  kann seit Kurzem eine besondere Wandgestaltung vorweisen.

Die Kleine Grundschule in Mewegen hat sich bei "Artunique" beworben. Die sonst kommerziell arbeitende Künstlerfirma engagiert sich aus sozialer Verantwortung und gestaltet drei Kunstwerke im Jahr ehrenamtlich.

Die Kinder, die die Kleine Grundschule in Mewegen besuchen, sind neugierig und naturverbunden, weiß Schulleiter Jens Anker. Und genau diese Neugierde und Naturverbundenheit zeigt auch die großflächige Wandbemalung, die seit Kurzem den Eingang zur Schule einrahmt.

Angefertigt hat die Wandbemalung die Firma "Artunique", die 2002 aus dem Verein "Graffiti-Freunde-Mecklenburg-Vorpommern" hervorging und die über einen deutschlandweiten Künstlerpool verfügt. Allerdings ist "Artunique" nicht nur in kommerziellem Auftrag künstlerisch tätig. Das Unternehmen unterstützt auch gemeinnützige Vereine oder Projekte. "Aus sozialer Verantwortung engagiert sich "Artunique" ehrenamtlich in jedem Jahr für etwa drei Projekte", so Firmenchef und Graffitikünstler Christian Hölzer. Wer ein Projekt plane und sich dabei die Unterstützung von "Artunique" wünsche, der könne sich schriftlich mit genauer Angabe aller Projektdaten an die Künstlerfirma wenden.

Die rührigen Eltern des Schulvereins der Kleinen Grundschule Mewegen haben da nicht lange überlegt und sich beworben. "Lediglich für die Materialkosten mussten wir aufkommen", freut sich Jens Anker über das geschenkte Kunstwerk, das nun bereits beim Betreten der Schule für gute Laune bei Schülern und Lehrern sorge.

Projekte an: Artunique, Christian Hölzer, PF 104253, 18008 Rostock, www.artunique.de

 

4.09.2009 - Nordkurier  Uecker-Randow
Kunst und Kultur in der Uecker-Randow-Region

Eine Kuh grast friedlich neben der Kreuzung

Hingucker: Sprüh-Künstler aus Hannover verschönerten drei Tage lang im Auftrag der Stadtwerke ein Trafo-Häuschen in Pasewalker Uecker-Nähe.

Pasewalk. Manche Autofahrer, die die Pasewalker Bahnhofstraße entlang kommen, reiben sich verwundert die Augen. Da steht zwischen Fischer- und Haußmannstraße  eine Kuh und sieht sich um. Wer von der anderen Seite kommt, der denkt:"Sind die Stadtwerke schludrig. Die Mitarbeiter haben die Tür zum Trafo-Häuschen offen gelassen." Doch erst wer genauer hinsieht oder näher kommt, entdeckt, dass Kuh und offene Tür gut gemachte Bilder sind. Gesprüht haben diese die Künstler der Gruppe "artunique". Zu Deutsch: Einzigartige Kunst. Unter der Leitung von Firmen-Inhaber Christian Hölzer verschönern sie europaweit größere und kleiner Städte.

Auftraggeber für das tolle Pasewalker Trafo-Häuschen sind die Stadtwerke. Die Idee dazu kam Jan Israel, dem Netzmeister Strom. "Als lokaler Versorger können wir so etwas ruhig einmal machen", sagt er. Einig sind sich beide Stadtwerker: Eine Augenweide ist das künstlerisch gestaltete Trafo-Häuschen geworden. Auf den noch nicht erwähnten Seiten grüßen eine lustig Familie und ein Hund, auf den anderen neben den bereits erwähnten Motiven ein kleines Mädchen und Mohnblumen sowie die Uckerlandschaft.

Verwendet wurden speziellen Lackfarben. Drei Tage sprühten die Künstler, was das Zeug hielt. Reihenweise Paletten unterschiedlicher Farbtöne standen daneben. "Ein Bild besteht aus 350 Farben", erzählt Christian Hölzer. Was auf Trafo-Häuschen, Hauswände oder andere großformatige Flächen gesprüht wird, entscheiden die Künstler je nach Wohngegend. Da in der Nähe des Pasewalker Trafo-Häuschens meist ältere Leute wohnen, entschied man sich für Natur, Tiere und Familie. "Das passt auch zur Uecker, die hier in der Nähe ist", sagt der Firmenchef und fügt hinzu: "In Wohnvierteln, in denen viele junge Leute wohnen, würden wir natürlich flippigere Dinge sprühen." Wer sehen will, was die Frauen und Männer der in Hannover ansässigen Firma alles schon so gesprüht haben, kann sich beispielsweise in Rostock ein Bild davon machen.

Christian Hölzer hatte während der drei Tage in Pasewalk ständig die große Giebelwand des gegenüberliegenden Bankgebäudes im Blick: "Das wäre ein richtig tolle Fläche."

Jan Israel, Sprüher Christian Hölzer und Heinz-Georg Eckleben.
Das fertige Trafo-Häuschen begeistert die beiden Stadtwerke-Männer.

Zur Bahnhofstraße hin grüßen die Pasewalker und ihre Gäste vom Trafo-Häuschen seit einigen Tagen ein kleines Mädchen und ein Mohnblumenfeld.

 

07-2009 – Wedemark Echo

Kunst und Konzert in drei Gärten.
Nachbarn öffnen ihre Gärten für Besucher und stellen Kunst aus.

Tage des offenen Gartens mit Kunst und Musik gibt es am 13. und 14. Juni jeweils von 11 bis 19 Uhr. Am Sonnabend, 13. Juni, ab 19 Uhr ist ein Gartenkonzert zu hören. Aufgrund des großen Erfolges der vergangenen Jahre, öffnen das Künstler-Ehepaar Hölzer und deren Nachbarn am 13. Und 14. Juni auch dieses Jahr wieder ihre Gartengrünstücke für ein Wochenende zu "Tage des offenen Gartens“.

Der Zusammenschluss von drei Nachbarn, sowie das Künstlerehepaar Hölzer wohnen alle im einem ehemaligen Wochenendgebiet. Dort nennen sie völlig unterschiedliche, aber jeweils auf ihre eigene Art einzigartige Gärten ihr Eigen. Die Besucher erwartet in den jeweils über 1300 Quadratmeter großen Gartengrundstücken an beiden Tagen zwischen 11 und 19 Uhr eine abwechslungsreiche Freiluftgalerie, in deren luftigen Räumen Aquarelle, Ölbilder, massive Holzskulpturen und Gartenobjekte unterschiedlichster Art zu sehen sein werden. Zudem kann am Sonnabend ab 19 Uhr im Skulpturengarten bei einem bestuhlen Konzert der Berufsmusikerin Binia Hölzer gelauscht werden. Selbstverständlich ist der Eintritt zu allen Gärten, aber auch zum Gartenkonzert gratis.

Nun zum 4. Mal in Folge öffnen zwei Gärten im Wohnendgebiet ihre Pforten zum Tag des offenen Gartens. Einige Nachbarn, sowie das Künstlerehepaar Hölzer verwandeln ihre jeweils über 1300 qm großen Gartengrundstücke in eine Freiluftgalerie. In deren luftigen Räumen sind Aquarelle, gesprühte Leinwände, Holzskulpturen und vielerlei Gartenobjekte zu bewundern. Die Gärten im Einzelnen:

Auf dem Koniferen, Laubbäumen und Rhododendren gesäumten Eckgrundstück hat die Besitzerin in jahrelanger Aufbauarbeit einen hübschen Staudengarten angelegt. In dem abwechslungsreich gestalteten Garten finden sich lauschige Ecken und Nischen, in denen kleine und große Objekte aus Fundstücken stehen. Die Freiluftgalerie der Künstlerin zeigt in diesem Jahr inmitten des blühenden Gartens detailreich gemalte Aquarelle von heimischen und exotischen Vögeln und Federn. Einzelne Werke aus der Werkreihe mit dem Titel "Federleicht" fanden bereits in zahlreichen Ausstellungen, unter anderem im Heineanum Halberstadt in der Ausstellung "Moderen Vogelbilder" großen Anklang.

Gleich schräg gegenüber hat das Künstlerehepaar Hölzer seine ganzjährige, kreative Wirkungsstätte. Hier findet der Besucher zahlreiche massive Holzskulpturen, rustikale Gartenbänke, geschwungene Kerzenständer, prächtige Wurzelholz-Schalen und allerlei andere kreative Kunstobjekte aus dem natürlichen Rohstoff Holz. Zudem gibt es dieses Jahr eine Sonderausstellung mit gesprühten Leinwänden, die fotorealistische Naturmotive zeigen. Für den Samstagabend (19 Uhr) ist dann auf dem parkähnlichen Gelände ein bestuhltes Gartenkonzert geplant. Bei diesem etwa einstündigen Auftritt wird die professionelle Sängerin Binia Hölzer sich selbst am Klavier begleitend, ruhige und besinnliche Lieder vortragen. Unterstützt wird sie vom Gesangsverein und zwei befreundeten Musikern aus München und Hannover.

Nur eine Gartenpforte vom Grundstück getrennt liegt der herrlich schöne Eckgarten einer weiteren Familie. Die kleinen Nischen und die unzähligen liebevollen Details machen ihn zu einer ruhigen Idylle, die zum entspannen und verweilen einlädt. Das Highlight des abwechslungsreichen Garten, der mit vielerlei unterschiedlichen Bepflanzung ausgestattet ist, ist der schöne Teich, der mit allerlei prächtigen Fischen besetzt ist und von einer kleinen Brücke überspannt wird. Hier lässt sich in besonders ruhigen Momenten sogar ein prächtiger Eisvogel beobachten. Der Eintritt ist frei, eine Ausschilderung sowie Parkplätze am Seitenstreifen sind ausreichend vorhanden - für Kaffee und Kuchen wird gesorgt.

Kunstmaler Christian Hölzer mit seinem jüngsten in Graffiti gesprühten Werk.

 

2009 - HRO-Wochenblatt

Kunst aus der Dose
Hinter jedem Einsatz steckt ein Auftrag

Die kleinformatige Vorlage in der linken, die Spraydose in der rechten Hand - Graffiti-Künstler Christian Hölzer ist im Einsatz. Seine Handschrift und die seiner "Kollegen" findet man im ganzen Land.

Christian Hölzer ist der Kopf von Artunique, einer Vereinigung von über 40 Graffiti-Künstlern in Deutschland. Hunderte - meist unansehnliche Objekt - verwandelten die Sprayer in farbintensive Hingucker, in großformatige Kunstwerke. Trafostationen und Gebäudefassaden im ganzen Land ziehen die Blicke auf sich : Architektur, Szenen aus dem Stadtbild, optische Täuschungen, Land und Leute, Tierisches, Blumiges und reichlich Krabbelgetier in XXL - farbenfroh und stets der Umgebung angepasst.

Christian Hölzer nimmt seine Gasmaske ab, macht einen Schritt nach hinten und urteilt kritisch: "Hier fehlt noch etwas Glanz". Sekunden später ist der Rostocker mit seinem Werk zufrieden. Der Lachs ist jetzt fertig. Auf seinem Schuppenkleid sind nun fotorealistische Wasserspiegelungen zu erkennen. Zusammen mit Hecht und Hering "schwimmt" er großformatig an einem Trafohaus im Rostocker Fischereihafen. Zwei Straßenecken weiter grüßt ein gut gelaunter Seemann, ebenfalls aus Artunique-Hand, ebenfalls im Großformat. Alleine im Rostocker Stadtgebiet unterzogen sich bislang über 100 Trafostationen der Schönheitskur aus der Profisprühdose.

Christian Hölzer und die anderen Artuniqueler überlassen nichts dem Zufall. Zu ihren Auftraggebern zählen neben den Stadtwerken und der Deutschen Bahn auch Privatkunden. "Wird ein Auftrag erteilt, machen wir ein Vorortbesichtigung und entwerfen dann gezielt", erzählt Hölzer. Der 37-jährige lebt für seinen Job, hat aus einem anfänglichen Hobby einen Beruf gemacht. "Wir sind aus dem Verein "Graffiti-Freunde Mecklenburg-Vorpommern" hervorgegangen. Und: natürlich haben auch wir, wie alle anderen in der Szene, einmal mit simplen "Tags" angefangen."

Die Gasmaske ist übrigens Pflicht. "Sonst macht die Lunge das nicht lange mit", sagt Hölzer. Für ihre Graffitis verwenden sie ausschließlich hochpigmentierte Autolacke, langjährig wetterbeständig und farbintensiv.

Von Prävention vor Schmierfinken an Fassaden will Hölzer ebenso wenig hören wie von "guten" und "bösen" Sprayer. Umso lebendiger erinnert sich der Profi-Sprayer an die ein oder andere Begegnung mit der Polizei und an Zwischenfälle mit irritierten Passanten. "Als wir zum Beispiel eine 400 Quadratmeter Wand bearbeitet haben, hielt neben mir ein hektischer Radfahrer, drückte mir mit den Worten "ich sach nichts" zwei Coladosen in die Hand und raste davon. Hinter jedem Einsatz steckt jedoch immer ein Auftrag. Nichts ist illegal", versichert der Dosenkünstler, dessen Arbeit gefragt ist.

So gefragt, dass Artunique inzwischen auch Workshops anbietet. Ganz nebenbei erwähnt Hölzer: "Wir haben ein Zeit lang "12 Grad Nordost" herausgegeben". Im Großformat versteht sich - denn "12 Grad Nordost", einst eine angesagte Graffiti-Zeitschrift, wurde weltweit vertrieben.

Hölzer im Einsatz: Die Trafostation im Rostocker Uhlenweg erhält ein "uriges" Gesicht - passend zur Umgebung.

Christian Hölzer - der Kopf von Artunique - Rostocker Fischereihafen vor einem gut gelaunten Seemann in XXL.

 

2009 - Hamburger-Eisbär

Die Rostocker und "ihre" Stettin
Graffiti an der Hauswand; diesmal legitim.

Apropos: Der Sprayer auf dem Bild ist von der Agentur ARTUNIQUE und ist auch Graffiti.

Geht man in Rostock "Am Warnowufer" ostwärts am Stadthafen entlang, sieht man während der Hanse Sail linkerhand den Mastenwald der Segelschiffe und die Stettin. Und dann nach einigen Metern sieht man sie nochmal - als Graffiti auf einer Hauswand. Unser Schiff ist also auch während der übrigen Zeit des Jahres präsent.

Die Rostocker Stadtwerke kamen auf den Gedanken, ihre Gebäude passend zum Stadtbild gestalten zu lassen. Sie haben Aufträge an Künstler vergeben, die z.B. im Hafenbereich unser Schiff per Spraydose abbildeten. Immerhin von einer Größe von 3,5 x 8 Meter. Hamburg würde diese Idee auch gut anstehen.

 

... weitere folgen in Kürze!

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